Giulia Negri - La Tartufaia - Barolo 2022
Giulia Negri gehört zu den Weingütern, die uns im Keller besonders am Herzen liegen, da ihre Weine Aufrichtigkeit, Präzision und Persönlichkeit vereinen. Sie ist in La Morra, im Herzen der Langhe, ansässig und arbeitet im Bereich Serradenari, einem der höchsten Punkte der Barolo-Region. Diese Landschaft aus Hügeln, Wäldern, Weinbergen und komplexen Böden bringt hochgelegene Nebbiolo hervor, die durch eine besondere Frische und große aromatische Finesse geprägt sind. Das Weingut verfolgt einen sensiblen Ansatz, inspiriert von Burgund in der Idee von Reinheit und Parzellenlesung, aber tief in der piemontesischen Identität verwurzelt. La Tartufaia nimmt einen wichtigen Platz im Sortiment ein, da es einen besonders eleganten Einstieg in die Welt der Barolos von Giulia Negri bietet. Der Name erinnert auch an die Umgebung von Serradenari, wo die Rebe mit dem Alba-Trüffelwald in einem bemerkenswerten natürlichen Rahmen in Dialog steht. Dieser Barolo 2022 spiegelt somit die ganze Zartheit des Weinguts wider, mit einem zugänglichen, raffinierten und bereits sehr verführerischen Ausdruck.
Die Cuvée La Tartufaia Barolo 2022 wird ausschließlich aus Nebbiolo hergestellt, der emblematischen Rebsorte der großen Rotweine des Piemont. Die Trauben stammen aus La Morra, mit einer Herkunft, die zwischen Serradenari und Brunate geteilt ist, zwei Bereichen, die Eleganz, Tiefe und Komplexität bringen können. Die Reben, die sich zwischen 450 und 500 Metern Höhe befinden, profitieren von einer Westlage, die eine progressive Reifung fördert und gleichzeitig die aromatische Frische bewahrt. Die tortonischen Böden mit überwiegender Ton-Sand-Struktur tragen zur Feinheit der Körnung, zur Spannung und zur floralen Dimension des Weins bei. Die Vinifikation beruht auf spontaner Gärung in großen, holzernen, konischen Behältern mit einer langen Maischung von etwa 40 Tagen, im traditionellen Geist großer Barolos. Die 24-monatige Reifung in 25 hl großen österreichischen Eichenfässern ermöglicht es, die Tannine zu verfeinern, ohne den Wein mit übermäßiger Holznote zu prägen. Im sonnigen und anspruchsvollen Jahrgang 2022 im Piemont bewahrt dieser Ansatz das Gleichgewicht, die Frische und die Trinkbarkeit des Nebbiolo.
Im Glas zeigt Giulia Negri La Tartufaia Barolo 2022 ein helles, zartes und tief piemontesisches Profil. Die Nase öffnet sich mit roten Kirschen, Himbeeren, getrockneter Rose und Veilchen, mit Nuancen von Blutorange, feinen Gewürzen, schwarzem Tee und Unterholz. Am Gaumen zeigt er sich schlank, präzise und bereits harmonisch, getragen von der natürlichen Säure des Nebbiolo und feinen, aber präsenten Tanninen. Die Substanz bleibt elegant, ohne übermäßige Kraft, mit diesem luftigen Gefühl, das den Charme der Barolos aus La Morra ausmacht. Der Abgang verlängert den Wein mit floralen, leicht balsamischen und erdigen Noten, mit schöner Persistenz. Dieser Barolo kann nach einigen Jahren im Keller geschätzt werden, zeigt sich aber bereits mit guter Belüftung im Dekanter ausdrucksstark. Er begleitet idealerweise ein Trüffelrisotto, Tajarin mit Ragù, gebratenes Geflügel, Kalbfleisch mit Pilzen, confiertes Lamm oder einen gereiften Käse.
Rebsorte: 100% Nebbiolo