Domaine Fumey Chatelain - Savagnin Ouillé 2024
In Montigny-lès-Arsures, nördlich des Weinbergs von Arbois, wurde das Domaine Fumey Chatelain um eine Familiengeschichte aufgebaut, die in den 1980er Jahren von Raphaël Fumey und Adeline Chatelain begann. Nach dem verheerenden Frost von 1991, der den Großteil ihrer Ernte vernichtete, entschied sich das Paar, die wenigen erhaltenen Trauben zu vinifizieren, anstatt sie zu verkaufen, und gab dem Weingut eine neue Ausrichtung. Ihr Sohn Marin kam 2015 zum Weingut und brachte nach und nach eine präzisere, freie und zeitgemäße Interpretation der Jura-Terroirs. Die Parzellen liegen auf einer Vielfalt von Mergeln und Kalksteinen, die besonders günstig für die historischen Rebsorten der Region sind. Der Savagnin findet hier ideale Bedingungen, um seine natürliche Spannung, Tiefe und salzige Charakteristik zu entwickeln. Die Familie bevorzugt wenig interventionistische Vinifikationen, die auf einheimischen Hefen und einer an die Persönlichkeit jedes Weins angepassten Reifung basieren. Diese ouillé-Version bietet einen nicht-oxidativen Ansatz der Rebsorte, der sich auf die Fruchtfrische und die Klarheit des Terroirs konzentriert.
Der Savagnin Ouillé 2024 wird ausschließlich aus Savagnin hergestellt, der auf mergeligen Böden im Bereich Arbois angebaut wird. Die Trauben werden von Hand gelesen und dann langsam als ganze Trauben gepresst, um feine Säfte ohne Härte zu gewinnen. Die Gärung beginnt spontan durch die natürlich auf den Trauben und im Keller vorhandenen Hefen. Der Wein reift anschließend auf der Feinhefe in gebrauchten Fässern und größeren Behältern weiter. Die Fässer werden regelmäßig nachgefüllt, um die Verdunstung auszugleichen und die Bildung des Hefeschleiers zu verhindern, der für oxidative Jura-Ausprägungen charakteristisch ist. Dieses Nachfüllen bewahrt Aromen von Zitrusfrüchten, frischen Früchten und Blumen und ermöglicht dem Savagnin, an Volumen zu gewinnen. Der Jahrgang 2024 verbindet so eine strukturierende Säure mit präziser Reife in einem geraden, energetischen Stil ohne ausgeprägte oxidative Noten.
Die hellgelbe Farbe zeigt goldene und silbrige Reflexe. Die Nase öffnet sich mit reifer Zitrone, frischem Apfel und Birne, entwickelt sich dann zu Akazienblüten, Ingwer und getrockneten Kräutern. Beim Belüften treten Noten von feuchtem Stein, Mandel und gelben Früchten auf, begleitet von einem dezenten rauchigen Hauch. Am Gaumen hat der Wein einen lebhaften und vertikalen Angriff, der schnell durch eine breite und leicht cremige Textur ausgeglichen wird. Die natürliche Säure des Savagnin dehnt die Zitrusaromen und bringt ein besonders speichelanregendes Gefühl. Feine Bitterstoffe, eine würzige Nuance und eine anhaltende Salzigkeit verleihen dem Abgang Struktur. Dieser Weißwein begleitet Mandelforelle, geräucherten Fisch, Krustentiere, Geflügel in Sahnesauce, Pilze oder gereiften Comté.
Rebsorte: 100 % Savagnin